Es erhub sich ein Streit! (BWV 19)


1. KOOR
Es erhub sich ein Streit.
Die rasende Schlange, der höllische Drache
stürmt wider den Himmel mit wütender Rache.
Aber Michael bezwingt,
und die Schar, die ihn umringt,
stürzt des Satans Grausamkeit.

2. RECITATIEF
Gottlob! der Drache liegt.
Der unerschaffne Michael
und seiner Engel Heer
hat ihn besiegt.
Dort liegt er in der Finsternis
mit Ketten angebunden,
und seine Stätte wird nicht mehr
im Himmelreich gefunden.
Wir stehen sicher und gewiß,
und wenn uns gleich sein Brüllen schrecket,
so wird doch unser Leib und Seel
mit Engeln zugedecket.

3. ARIA
Gott schickt uns Mahanaim zu;
wir stehen oder gehen,
so können wir in sichrer Ruh
vor unsern Feinden stehen.
Es lagert sich so nah als fern,
um uns der Engel unsers Herrn
mit Feuer, Roß und Wagen.

4. RECITATIEF
Was ist der schnöde Mensch, das Erdenkind?
Ein Wurm, ein armer Sünder.
Schaut, wie ihn selbst der Herr so liebgewinnt,
daß er ihn nicht zu niedrig schätzet
und ihm die Himmelskinder,
der Seraphinen Heer,
zu seiner Wacht und Gegenwehr,
zu seinem Schutze setzet.

5. ARIA
Bleibt, ihr Engel, bleibt bei mir!
Führet mich auf beiden Seiten,
daß mein Fuß nicht möge gleiten!
Aber lernt mich auch allhier
euer großes Heilig singen
und dem Höchsten Dank zu singen!

6. RECITATIEF
Laßt uns das Angesicht
der frommen Engel lieben
und sie mit unsern Sünden nicht
vertreiben oder auch betrüben.
So sein sie, wenn der Herr gebeut,
der Welt Valet zu sagen,
zu unsrer Seligkeit
auch unser Himmelswagen.

7. KORAAL
Laß dein Engel mit mir fahren
auf Elias Wagen rot
und mein Seele wohl bewahren,
Wie Lazrum nach seinem Tod.
Laß sie ruhn in deinem Schoß,
erfüll sie mit Freud und Trost,
bis der Leib kommt aus der Erde
und mit ihr vereinigt werde.

.



Er ontstond een gevecht.
De razende slang, de helse draak
bestormt de hemel, woedend en wraakzuchtig.
Maar Michael bedwingt Satans wreedheid
en de engelenschare om hem heen
brengt die ten val.


Godlof! De draak ligt terneer.
De ongeschapen Michael
en zijn engelenschare
hebben hem overwonnen.
Daar ligt hij in de duisternis
in ketenen geslagen,
en zijn plaats in het hemelrijk
is niet meer te vinden.
Wij zijn veilig en zeker,
en al jaagt zijn gebrul ons angst aan,
ons lichaam en onze ziel worden
door engelen beschermd.


God stuurt ons naar Mahanaim;
of wij nu staan of gaan,
wij kunnen in veilige rust
tegenover onze vijanden staan.
Zowel dichtbij als ver weg
is de engel van de Heer om ons heen gelegerd
met vuur, paard en wagen.


Wat is de ellendige mens, dat kind van de aarde?
Een worm, een arme zondaar.
Kijk hoe de Heer zelfs hem zo liefheeft
dat hij hem niet te gering acht
en hem de hemelkinderen toezendt,
het leger van de serafijnen,
om hem te bewaken en voor hem te strijden,
om hem te beschermen.


Blijf, o engelen, blijf bij mij!
Leid mij aan mijn beide zijden,
zodat mijn voet niet uitglijdt!
Maar leer mij ook hier
uw grote 'Heilig!' zingen
en de Allerhoogste dank betuigen!


Laten wij het aangezicht
van de vrome engelen liefhebben
en hen niet met onze zonden
verjagen of verdriet doen.
Mogen zij, wanneer de Heer ons opdraagt
de wereld vaarwel te zeggen,
tot onze zaligheid
ook onze hemelwagen zijn.


Laat uw engelen met mij mee reizen
op Elia's rode wagen
en mijn ziel bewaren,
zoals ze Lazarus hebben bewaard na zijn dood.
Laat mijn ziel rusten in uw schoot,
vervul haar met vreugde en troost,
totdat het lichaam uit de aarde komt
en met haar wordt verenigd.